Anfragen
15.07.2018, 12:34 Uhr
 
Kontraste berichtet: „Gefahr für Patienten – Wie eine kriminelle Bande Krebsmedikamente nach Deutschland schmuggelte“- Das MASGF als zuständige Aufsicht bleibt tatenlos
Kleine Anfrage des Abgeordneten Raik Nowka der CDU-Fraktion an die Landesregierung:

Das Magazin Kontraste berichtete am 12.07.2018 von geschmuggelten Arzneimitteln aus Griechenland  nach  Deutschland.  Dabei  handelt  es  sich  hauptsächlich  um  Krebsmedikamente,  die eine  bestimmte Wirkung  nur  bei  besonderen Transportverhältnissen entfalten. Niemand kann nachvollziehen wie diese Medikamente transportiert wurden -wodurch eine Gefahr für alle Patienten entsteht. In Griechenland gab es bereits erste Festnahmen. Die besagte Firma, mit Sitz in Brandenburg ist auch den Behörden bekannt, die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt wegen des Verdachts der Hehlerei und von Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz. Das zuständige MASGF hat der Firma den Handel mit Medikamenten
nicht  untersagt,  Ärzte,  Apotheken  und  Patienten  wurden  nach  den  Hinweisen  aus  Griechenland  seit  Ende  2016  nicht  darüber  informiert,  dass  möglicherweise  unwirksame  und aus illegalen Quellen stammende Arzneimittel in Umlauf gelangt sind.

Ich frage die Landesregierung:

1. Wie stellt sich aus der Sicht der Landesregierung der Sachverhalt dar?
2. Wann  haben  die  griechischen  Behörden  erstmals  Kontakt  mit  der  Landesregierung aufgenommen und mit wem?
3. Wie  bewertet  die  Landesregierung  die  Ermittlungen  in  Griechenland  und  demgegenüber das eigene Handeln?
4. Wie viele Medikamente erwarb Lunapharm aus Griechenland?
5. Aus  welchen  weiteren  Ländern  erwarb  Lunapharm  Medikamente  und  sind  Herkunft sowie ordnungsgemäßer Transport sichergestellt?
6. Wohin, also an welche Apotheken, wurden und werden die Medikamente geliefert?
7. Wie viele Patienten sind von dem Handel mit den geschmuggelten Medikamenten betroffen?
8. Das  griechische  Ministerium  für  Gesundheit  bestätigt  zu  wissen,  dass  der  Transport der Medikamente nicht ordnungsgemäß erfolgte. Zudem war dem Ministerium der Zusammenhang  mit  dem  Betreiber  der  Firma  Rheingold  Pharma  Medical  bekannt,  diesem  entzog  die Aufsicht  bereits  vor  Jahren  wegen  schwerer  Verstöße  die  Lizenz  als Pharmahändler. Wieso blieb und bleibt das MASGF als Aufsicht von Lunapharm untätig?
9. Werden die Medikamente auf ihre Wirkung nochmals untersucht?
10. Einer  E-Mail  des  MASGF  zufolge,  „würde  der  Rückruf  der  Medikamente  in  einem Bankrott der Firma enden“. Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen und kann das Ministerium eine Gefahr für die Patienten
ausschließen, sodass der Erhalt des Unternehmens Priorität hat?
11. Aus welchen Gründen wurden die Medikamente nicht vom Markt genommen?
12. Wie ist der aktuelle Sachstand?
Die vollständige Frage und Antwort finden Sie im unten stehenden pdf-Dokument:
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