Neuigkeiten
14.11.2015, 12:23 Uhr
Gute Nachrichten für Cantdorf
Cantdorfer Spree – Brücke Wilhelmstal
Das Bett der Cantdorfer Spree verengt sich vor der Brücke im Wilhelmstaler Bogen zu einem Nadelöhr. In den letzten Jahren haben die angeschwemmten Sedimente eine Landzunge wachsen lassen, die das Flussbett auf die halbe Breite verengt. Auf der Landzunge wachsen inzwischen Gräser, Bäume und Sträucher. Im Fall eines Hochwassers würde die Brücke in Wilhelmstal zu einer Gefahr für die Ortslage Cantdorf werden, da die Wassermassen vor der Brücke aufgestaut werden. Der dabei entstehende Rückstau würde die Probleme im ohnehin hochwassergefährdeten Ortsteil noch erheblich verschärfen.
Dies war eines der Probleme, mit denen sich die Vertreter des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV), der unteren Wasserbehörde und der Stadtverwaltung bei einem gemeinsamen Ortstermin mit Cantdorfer Bürgern und dem Landtagsabgeordneten Raik Nowka im Mai 2015 befasst haben.

Spremberg/Cantdorf - Im Anschluss an diesen Termin gab es zwischen dem LUGV und dem Wahlkreisabgeordneten einen fortlaufenden Austausch unter anderem zu oben beschriebenem Problem. Im Ergebnis der durch den Informationsaustausch angeregten Prüfungen beim LUGV hat das Landesamt dem Landtagsabgeordneten folgendes mitgeteilt: Der Gehölzschnitt und die Schilfentnahme im Wilhelmstaler Bogen werden durch den zuständigen Gewässerverband Spree- Neiße im Januar 2016 durchgeführt. Nach Abschluss dieser Arbeiten ist die Entnahme der Anlandungen, also die Verbreiterung des Flussbettes, im Zeitraum Februar / März 2016 geplant.
Raik Nowka freut sich über diesen Teilerfolg an der Cantdorfer Spree: „Das Landesamt hat die Sorgen der Anwohner definitiv ernst genommen und sich im Rahmen seiner haushalterischen Möglichkeiten um eine möglichst schnelle Lösung des Problems bemüht.“ Mit Blick auf den gesamten Hochwasserschutz im Bereich Spremberg erklärt Raik Nowka: „Natürlich ist die Beseitigung der Engstelle in Wilhelmstal nur ein Baustein für den wirksamen Schutz vor vermeidbaren Hochwasserschäden. Die im Rahmen der Hochwasserrisikomanagementplanung des Landes durchzuführenden Maßnahmen, wie die Verlängerung des Deiches am Cantdorfer Ufer, die Schaffung zusätzlicher Überflutungsflächen und vor allem die Ertüchtigung der Ortsentwässerung, sind dringend erforderlich. Ich bin aber zuversichtlich, dass unsere konstruktive Kommunikation mit dem Landesamt auch hier zu den bestmöglichen Ergebnissen führt.“
Vieles hängt hierbei von der Bereitstellung finanzieller Mittel durch die Landesregierung und deren vorrangiger Verwendung ab. „Wir werden immer wieder deutlich machen, dass die Cantdorfer Spree aufgrund der weiteren Belastungen durch Eisensedimente und der unmittelbaren Nähe zur Spremberger Talsperre bei der Planung und Durchführung aller Hochwasserschutzmaßnahmen Priorität hat.“

Lesen Sie auch folgenden Artikel in der Lausitzer Rundschau hier:

Bilderserie