Anfragen
03.08.2017, 10:50 Uhr
 
Pflegenotstand – Aus- und Fortbildung von Pädagogen im Fachbereich Pflege
Kleine Anfrage der Abgeordneten Roswitha Schier, Raik Nowka und Prof. Dr. Michael Schierack der CDU-Fraktion an die Landesregierung

In Brandenburg leben etwa 96.000 pflegebedürftige Menschen. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Anzahl der Personen mit Pflegebedarf um vermutlich weitere 70.000, auf über 160.000 Menschen, erhöhen. Damit einhergehend steigt der ohnehin bereits enorme Bedarf an Fachkräften. Nicht nur Pflegepersonal wird im ambulanten und stationären Bereich dringend benötigt, sondern auch Lehrkräfte an den Gesundheits- und Pflegeschulen. Momentan gibt es im Land Brandenburg nur einen Studiengang an der BTU (Berufspädagogik für Gesundheitsberufe) der die nötigen Lehrkräfte ausbildet. Es wird darüber hinaus ein BA-Abschluss im Bereich der Pflegewissenschaften angeboten. Dieser wird allerdings nicht den nötigen Anforderungen und vor allem den Bedarfen der Fachschulen gerecht. Einen kompatiblen Bachelor-Studiengang mit pädagogischer Ausrichtung und in Teilzeit wird nicht angeboten.

Wir fragen die Landesregierung:

1.Wie viele Gesundheits- und Krankenpflegeschulen bilden in Brandenburg Fachkräfte im Bereich der Pflege aus? (Mit der Bitte um Auflistung der Standorte.)

2. Wie viele Ausbilder sind an diesen Schulen tätig? (Mit der Bitte um Auflistung nach Standorten.)

3. Wie viele dieser Ausbilder dürfen praktische Prüfungen der Schülerinnen und Schüler abnehmen?

4. Welche Voraussetzungen müssen Ausbilder vorweisen, sodass solche Prüfungen abgenommen werden können?

5. Inwieweit dürfen in anderen Bundesländern bereits Bachelor-Absolventen vergleichbare Prüfungen der Schülerinnen und Schüler abnehmen?

6. Wie viele Fachschulen wollten in den letzten fünf Jahren Ihre Ausbildungskapazitäten erweitern und haben hierfür keine Genehmigung erhalten, weil nicht ausreichend Lehrkräfte vorgehalten werden konnten?

7.Wie viele Anmeldungen und Absolventen gibt es durchschnittlich an der BTU für den Bachelor-Studiengang Pflegewissenschaften?

8.In welchen Berufen kommen diese Absolventen zum Einsatz?

9.Wie viele Personen haben sich für das Master-Studium „Berufspädagogik für Gesundheitsberufe“ beworben und wie viele haben diesen Studiengang zuletzt erfolgreich abgeschlossen?

10.Wie viele Fachschulen haben das Angebot des Masterstudiengangs angenommen und dort in Teilzeit Lehrkräfte in Ausbildung?

11.Wie bewertet die Landesregierung diese Quote?

12.Wie bewertet die Landesregierung die Situation, dass zum derzeitigen Masterstudiengang an der BTU kein kompatibler Bachelorstudiengang mit pädagogischer Ausrichtung und in Teilzeit angeboten wird?

13.Gibt es Bestrebungen der Landesregierung die derzeitigen Ausbildungsangebote an der BTU oder einer anderen Hochschule/ Universität auszuweiten? Wenn ja welche und ab wann? Wenn nein, warum nicht?
Die vollständige Antwort lesen Sie bitte im anhängenden pdf-Dokument
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